E-Paper - 13. Juni 2018
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Die WM-Siege nicht dümmer feiern, als die Polizei erlaubt

Von George Stutz

Morgen geht es los! Die Fussball-WM stellt einen Monat lang vieles in den Schatten. Packende, hochemotionale Duelle und anschliessende Feiern mit Flaggen, Fanfaren, Schlachtgesängen, Hupkonzerten und Autokorsos gehören fast zur Tagesordnung. Aber aufgepasst selbst für die nachvollziehbare Freude-Kundgebungen gelten (gesetzliche) Grenzen.

Winterthur Die hupenden Fans der Italiener und Holländer fallen an der morgen beginnenden Fussball-Weltmeisterschaft schon einmal aus den Traktanden. Gewinnen Nationen wie Deutschland, Spanien oder auch die Schweizer, so dürften Autokorsos mit wehenden Fahnen und lauten Hupen auch in den kommenden rund 30 Tagen das Strassenbild Winterthurs jeweils für einige Minuten prägen.

Ermessensspielraum vorhanden

Zwar kenne das Strassenverkehrsgesetz den Begriff «Weltmeisterschaft» nicht und sehe deshalb auch keine Ausnahmeregelungen vor, trotzdem lasse die Stadtpolizei aber den gesunden Menschenverstand walten, wie Adrian Feubli, Sprecher der Stadtpolizei Winterthur sagt: «Wird der Strassenverkehr und insbesondere der öffentliche Verkehr nicht behindert, so drücken wir bei einem Autokorso und einigen Hupen unmittelbar nach Match-Ende sicher auch einmal ein Auge zu.»

Nicht erlaubt und entsprechend geahndet werden jedoch jene, die sich weit aus dem Autofenster lehnen, seitlich im offenen Fenster sitzen oder gar auf dem Dach oder der Motorhaube mitfahren.

Nur stilles Feuerwerk erlaubt

Auch Flaggen bei fahrendem Auto aus dem offenen Fenster flattern lassen, wird nicht toleriert. «Erlaubt sind aber alle kleinen, flexiblen Fähnchen und Spiegelüberzüge, die im Handel erhältlich sind», so Feubli. Ebenfalls verboten ist krachendes Feuerwerk, wo hingegen Vulkane oder «Sünneli» dort eingesetzt werden dürfen, wo sie keine Gefahr für Mensch und Tier bedeuten. Auch Schlachtrufe von Fangruppen etwa in der Innenstadt sind Ermessungssache. «Die jublenden Fans sollten jedoch immer bedenken, dass nicht alle Winterthurerinnen und Winterthurer fussballbegeistert sind», betont Adrian Feubli. Er appelliert an alle Fussballfreunde, die Weltmeisterschaft als friedliches Fest zu feiern, verständliche Emotionen

Winterthurer Zeitung vom Mittwoch, 13. Juni 2018, Seite 1 (31 Views)

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