E-Paper - 06. Juni 2018
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«Musti's» letzter Fight er wird Papa von Zwillingen

Von Robert Blaser

Der mehrfache Winterthurer Thaibox-Weltmeister Mustaf «Musti» Kicaj bestreitet am Samstag, 9. Juni 2018, ungeschlagen seinen letzten Fight im Aussenfeld 2 der Winterthurer Zielbau Arena.

Thaiboxen Der Oberwinterthurer Musti Kicaj verlässt die Thaibox-Bühne mit einem lachenden und weinenden Auge. «Ich freue mich jetzt auf meine neue Vaterrolle denn einen Tag vor meinem letzten Fight erwarten meine Frau und ich Zwillinge.» Musti wird in seinem Kampf alles daran setzen, ungeschlagen zu bleiben. «Ich werde nach den Muay-Thai-Regeln 5 Runden à 3 Minuten bestreiten.» Ein Teil des Gala-Erlöses geht an gemeinnützige Institutionen.

Mit Top-Kämpfern

An der Openair-Thaibox-Gala ist ein Top-Feld aus dem In- und Ausland zu sehen. Die Amateur- Kämpfe beginnen ab 16 Uhr, ab 20 Uhr stehen die Profis im Ring. Tickets sind an jedem SBB-Schalter, im Manor, COOP und am Ticketcorner erhältlich. Selbstverständlich ist auch für Essen und Getränke gesorgt.

Harte Trainings

Sechs Jahre trainierte Musti hart. «Erst mit 20 absolvierte ich die ersten Kämpfe», bemerkt der Winterthurer. Nach einer längeren Pause fühlte sich Musti wie er von allen Seiten gerufen wird bereit, grössere Amateur-Kämpfe zu bestreiten. So wechselte er nach 13 gewonnenen Fights zu den Profis. Die SM- und WM-Titel liessen nicht lange auf sich warten. 2009 wurde Musti erstmals in Duisburg Weltmeister. Weitere drei WM-Titel folgten. Seit neun Jahren führt der Weltmeister erfolgreich sein Thaiboxcenter «Musti Gym. «Ich möchte allen Leuten auch Schülern die positiven Aspekte des Thaiboxens näher bringen. Im Thaiboxen braucht es viele Fähigkeiten, um erfolgreich zu sein. Musti: «Schnelligkeit, Ausdauer, Disziplin, hartes Training, Willensstärke und Kraft sind die wichtigsten Faktoren.»

Aggressionen abbauen

Thaiboxen ist eine der ältesten Kampfsportarten der Welt und hat seinen Ursprung aus den alten Kriegskünsten thailändischer Soldaten. So ist es erwiesen, dass Kampfsport-Training Jugendlichen hilft, weniger aggressiv zu sein. Laut Musti bietet das Thaiboxen den Jugendlichen ein positives Ventil, um den Alltagsstress abzubauen. Zudem sollen Respekt, Selbstbeherrschung, Disziplin und Höflichkeit im Umgang mit Mitmenschen gefördert werden. «Mir ist es ebenfalls ein Anliegen, verhaltensauffälligen Jugendlichen von der Strasse eine Perspektive zu bieten», sagt Musti Kicaj. Der Oberwinterthurer ist ein toller Fighter mit einem grossen Herzen.

Winterthurer Zeitung vom Mittwoch, 6. Juni 2018, Seite 17 (13 Views)

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